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Die kleine Eisdiele für zu Hause – die Kitchenaid Speiseeismaschine

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…ein Erfahrungsbericht zum Thema „Wie verwöhne ich meine Familie“

Ich habe die Schüssel zu meiner „Kitty“ (KitchenAid Artisan) kürzlich von meinem Mann geschenkt bekommen, um (ihm) den Sommer mit hausgemachter Eiscreme versüßen zu können. Der Begriff „Speiseeismaschine“ irritiert ein wenig, da es sich nur um den Kühltopf und den Rührarm als Adapter für die Kitty handelt und keine selbständige „Maschine“ darstellt. Vorher hatte ich ein extra Gerät vom Discounter, das Fassungsvermögen der KitchenAid (KA) Speiseeismaschine ist mit 1.9 Litern allerdings höher.

Es ist zu erwähnen, dass die Kühlschüssel der KitchenAid Eismaschine doch sehr groß ist und man vorher sein Kühlfach inspizieren sollte, ob es diese Schüssel fasst. Bei mir passt sie nur in die 2 großen Fächer unseres Tiefkühlschranks.

Im Lieferumfang enthalten sind die Speiseeisschüssel zum Tiefkühlen, der Rührarm und der Adapter für die 4.8 L und 6.9 L Artisan (mit / ohne Spirale am Antrieb), sowie ein Rezeptheft. Das Set gibt es im Internet bereits für ca. 75 € bei verschiedenen Händlern. Von KitchenAid Deutschland ist sie auf der Homepage für 110 € UVP gelistet (Stand: August 2017).

Technische Details
Hersteller
KitchenAid (KA)
Modellnummer
5KICAOWH
Gewicht
3,3 Kg
Maße
28 x 26,4 x 26 cm
Spezifikationen
1.9 Liter Volumen

Zubehör für die Speiseeiszubereitung. Passend für KA Küchenmaschinen mit 4.8 & 6.9-Liter-Schüssel. Doppelwandig für gleichmäßiges und gründliches Gefrieren der Eismasse.

Nachdem die Schüssel ausreichend gekühlt ist, kann es an die Eisherstellung gehen. Spontan Eis herstellen geht mit diesem Zubehör nicht. Ich kühle die Schüssel immer mindestens 1 Tag vor. Rezepte finden sich sowohl in der Gebrauchsanleitung als auch im Internet oder in einschlägigen Kochbüchern. Bei den Rezepten aus der Gebrauchsanleitung kann ich sagen: das Vanilleeis ist großartig. Allerdings ist die Menge für die KA Speiseeismaschine aus unerfindlichen Gründen zu viel: bei mir hat sie die Spirale, auf welcher der Rührarm sitzt, beim Gefrierprozess erreicht…
Hier sollte man etwas weniger Menge einfüllen, da sich das Volumen der Eismasse bis zu 2/3 vermehren kann.
Ganz wichtig: die Masse muss immer in die LAUFENDE Maschine eingefüllt werden. Sonst gefrieren Rührarm und Masse sofort an der Wand und es könnte zu Beschädigungen kommen bzw. es dreht sich nichts mehr…

Zudem sollte man wissen, dass das Eis ohne „nachfrosten“ nicht so fest wie in der Eisdiele oder von bekannten Herstellern wird. Es hat am Ende des Zubereitungsprozesses eher eine festere Softeis-Konsistenz und sollte dann noch wenige Stunden im Gefrierschrank „reifen“.

Die Reinigung des Zubehörs ist einfach: auftauen lassen, mit mildem Spülmittel und einem weichen Tuch reinigen, der Plastik-Rührarm kann in die Geschirrspülmaschine.

Eisherstellung ist – wenn man einmal angefixt ist – wirklich eine „Wissenschaft“ für sich: es gibt festere Sorten, die nach dem „Reifeprozess“ in der Konsistenz wie Ben & Jerrys oder Häagen Dasz sind oder cremigere Sorten. Dann gibt es Mischungen, die erwärmt und abgebunden werden (i.d.R. mit Ei) und welche, die man ohne Erwärmen relativ schnell zaubern kann. Die einen schwören auf Zuckersirups, da diese weniger kristallisieren, die anderen machen es mit normalem Zucker. Eine gute Alternative sind Rezepte mit „Milchmädchen“, wie ich inzwischen festgestellt habe.

Aber: alles in allem macht die eigene Eisherstellung viel Spass, zumal garantiert keine Zusatzstoffe beigefügt sind. Für Allergiker oder Veganer perfekt, da man sich sein individuelles Eis leicht herstellen kann. Etwas Kreativität und sämtliche Geschmäcker werden bedient.

Ich möchte allen Eis-Anfängern noch das Buch „Ben & Jerry’s Original Eiscreme & Desserts. Das Kulteis zum Selbermachen“(ISBN-10: 3868526315) empfehlen, da hier sehr viele Rezepte OHNE vorheriges Erwärmen / Abbinden enthalten sind, die wie das Original schmecken !

KitchenAid Artisan „Cast Iron“ mit Eisbereiter

Hier noch eines meiner Lieblings-Eisrezepte:

Vanilleeiscreme französische Art (von mir angepasstes Rezept)

500 ml Sahne-Milch-Mischung (halb und halb)
erhitzen, bis es sehr heiß ist aber noch nicht kocht

6 Eigelb
150 g Zucker
3-4 Tütchen Burbon-Vanillezucker (ca. 30 – 40 g) je nach Geschmack

anschlagen, bis es gut vermischt ist, langsam das heiße Halb und Halb unter rühren hinzufügen, wieder in den Topf geben und erwärmen, bis am Rand kleine Bläschen zu sehen sind und die Mixtur dampft und leicht anzieht. NICHT kochen !!!
500 ml Sahne
4 TL Vanillepulver (gemahlene Vanille, z.B. von Sonnentor)
1 Prise Salz

unter die Masse rühren (idealerweise in einer Mixschüssel), erst abkühlen lassen, dann mehrere Stunden im Kühlschrank vorkühlen

Dann auf Stufe 1 in der Eismaschine 15-20 min anziehen lassen, dann im Tiefkühler noch einige Stunden „reifen“ lassen.

Hinweis: die Vormasse schmeckt immer etwas süßer als das fertige Eis ! Persönlich mag ich es eher nicht allzu süß.

Viel Spaß !!!

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Aus rechtlichen Gründen muss ich darauf hinweisen, dass der Beitrag Produktplatzierungen und Anzeigen/Werbung enthält (oder enthalten kann). Klarstellend möchte ich mitteilen, dass mein Mann in diesem Fall das Produkt selbst käuflich erworben und mir geschenkt hat und es kein (!) kostenfreies Produkt war. Ebenso habe ich keine (redaktionelle) Vergütung o.a. vom Hersteller (KitchenAid) erhalten, sondern aus Spass und aus Überzeugung an diesem Artikel darüber berichtet.

 

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